Das Prinzip Langlebigkeit
Fünfzig Sattelschlepper voll nachhaltig angebauten Buchenholzes fahren jährlich auf das Werksgelände von COR
. Dort werden sie zu Holzgestellen verbaut, die den stabilen Kern schöner, hochwertiger, qualitätvoller Sitzmöbel bilden. Von der bodennahen, designpreisgekrönten Liegelandschaft „Lava“ bis zum klassischen Sofa „Zento“ ist allen Produkten gemein: Sie werden ausschließlich in Rheda-Wiedenbrück gefertigt. Und sie haben nicht nur in Bielefeld und Paderborn, sondern auch in Paris und New York ihre Fans.
Das größte Erfolgsmodell unter den Sofas heißt „Conseta
Conseta
“, wurde 1964 von Friedrich Wilhelm Möller entworfen und ist von so reduzierter Schlichtheit, dass es fast den Archetyp des Sofas darstellt: Armlehnen, Rückenlehne, Polsterkissen. Revolutionär an Möllers Entwurf war nicht die Form, sondern das Baukastensystem, durch das sich Conseta in einen Sessel, Hocker, Zweisitzer oder Dreisitzer verwandeln lässt. 1964, bei der ersten Messepräsentation, fand das System kaum Käufer. Dank der ostwestfälischen Dickschädeligkeit von Designer und Geschäftsleitung wurde Conseta damals aber nicht gleich wieder vom Markt genommen, sondern weiterentwickelt – und rangierte zum Dauerseller. Heute macht das Unternehmen 40 Prozent seiner Umsätze mit Conseta. Über 800.000 Modelle wurden in den letzten 46 Jahren verkauft. Und heute ist es gerade die Flexibilität des Systems, die Kunden überzeugt. Mit dem „Conseta Konfigurator“ können sie sich im Möbelgeschäft aus einer Vielzahl an Bezugsstoffen, Sitzhöhen und -tiefen, Armlehnenformen, Kissenfüllungen und Fußvarianten ihr individuelles Sofa zusammenstellen.
Conseta
“, wurde 1964 von Friedrich Wilhelm Möller entworfen und ist von so reduzierter Schlichtheit, dass es fast den Archetyp des Sofas darstellt: Armlehnen, Rückenlehne, Polsterkissen. Revolutionär an Möllers Entwurf war nicht die Form, sondern das Baukastensystem, durch das sich Conseta in einen Sessel, Hocker, Zweisitzer oder Dreisitzer verwandeln lässt. 1964, bei der ersten Messepräsentation, fand das System kaum Käufer. Dank der ostwestfälischen Dickschädeligkeit von Designer und Geschäftsleitung wurde Conseta damals aber nicht gleich wieder vom Markt genommen, sondern weiterentwickelt – und rangierte zum Dauerseller. Heute macht das Unternehmen 40 Prozent seiner Umsätze mit Conseta. Über 800.000 Modelle wurden in den letzten 46 Jahren verkauft. Und heute ist es gerade die Flexibilität des Systems, die Kunden überzeugt. Mit dem „Conseta Konfigurator“ können sie sich im Möbelgeschäft aus einer Vielzahl an Bezugsstoffen, Sitzhöhen und -tiefen, Armlehnenformen, Kissenfüllungen und Fußvarianten ihr individuelles Sofa zusammenstellen.Conseta ist es auch zu verdanken, dass COR sogar im Krisenjahr 2009 eine positive Bilanz ziehen konnte. Während die Branche über Umsatzeinbrüche klagte und auch COR im Ausland einen Umsatzrückgang einstecken musste, konnte der Umsatz im Inland sogar um zwei Prozent gesteigert werden. Geschäftsführer Leo Lübke erklärt das so: „In Zeiten der Krise suchen die Leute das Solide, die Sicherheit. Sie denken: ‚dieses Sofa gibt es schon seit über 40 Jahren, das wird auch noch ein paar weitere Jahre modern sein. Und wenn es mir eines Tages nicht mehr gefällt, kann ich den Bezug wechseln lassen.’ Conseta ist ein sehr integratives Möbel.“
Solide ist auch der Qualitätsanspruch, den das Familienunternehmen seit seiner Gründung vor über 50 Jahren hat. Etwa 60 Prozent der Zulieferbetriebe sind in der Umgebung ansässig. Das Holz kommt aus dem Weserbergland, die Polsterschäume liefert die Firma Kirschner aus Detmold. Das Leder
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hat einen etwas weiteren Weg: Es stammt aus der Gerberei Gmelich in Baden-Württemberg, denn die Kühe, deren Häute COR für Bezüge verwendet, weiden auf schwäbischen Almwiesen, wo keine Stacheldrähte die Haut verletzen können. Sie liefern große, narbenfreie Lederstücke, die mit etwas Pflege auch nach 20 oder 30 Jahren noch schön sind.
Kurze Wege, langlebige Materialien, zeitloses Design – Nachhaltigkeit ist bei COR ein Teil des Qualitätsanspruchs – und damit auch Unternehmensziel. Mit den Resten, die bei der Holzverarbeitung entstehen, wird das Werksgebäude geheizt, auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage installiert. Die ganze Möbelfabrik benötigt im Jahr weniger Heizöl als ein kleines Einfamilienhaus. Als der Firmengründer Helmut Lübke 1994 die Geschäftsführung an seinen Sohn Leo
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übergab, übernahm er den Posten des Öko-Managers. COR hat sich 1996 als erster Möbelhersteller nach dem Öko-Audit der EU zertifizieren lassen.
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übergab, übernahm er den Posten des Öko-Managers. COR hat sich 1996 als erster Möbelhersteller nach dem Öko-Audit der EU zertifizieren lassen.Dennoch werden die ökologischen Kriterien nicht über die der Langlebigkeit gestellt. Die Qualität ist immer das erste Gebot. Die Polyether-Schäume, die in den Polstern zum Einsatz kommen, sind auf Rohölbasis hergestellt – denn es gibt derzeit kein ökologisch vertretbares Material, das einen ebenso guten Sitzkomfort garantiert. „Wir würden niemals Qualitätseinbußen hinnehmen zugunsten eines scheinbar umweltfreundlicheren Materials. Denn was bringt es dem Kunden, wenn das Sofa nach zehn Jahren kaputt ist und ausgewechselt werden muss? Damit ist der Umwelt kein Dienst erwiesen“, sagt Leo Lübke. Um den Verbrauch an rohölbasierten Schäumen so gering wie möglich zu halten, bekommen Sofas ein Untergestell aus Holz mit Stahlwellenfedern oder Holzlatten, die einen Teil des Sitzkomforts liefern.
Die handwerkliche Fertigung eines Holz-Unterbaus ist heute bei Polstermöbelherstellern eher eine Ausnahme. Die meisten Hersteller nehmen Stahlrohrgestelle, die maschinell umschäumt wer- den – ein Verfahren, das B&B Italia in den 60er Jahren mit BASF entwickelte. Auch gab es Überlegungen, vom Holzgestell auf ein Stahlgestell mit industrieller Umschäumung umzusteigen. Inzwischen ist die Geschäftsleitung froh, sich dagegen entschieden zu haben. Die geklebten Schäume bieten die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Festigkeitsgraden zu arbeiten, was besseren und dauerhafteren Komfort ermöglicht. Die handwerkliche Fertigung des Holzgestells hat aber noch einen großen Vorteil: Möbel lassen sich so viel stärker individualisiert bauen – was derzeit immer gefragter ist. Ein weiterer Grund, der dafür spricht, dass Conseta auch in 20 Jahren noch Wohnzimmer in New York, Paris und Paderborn verschönern wird.
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