Chinati
Das Museum von Donald Judd
Marfa, Südtexas, ein 2.000-Einwohner- Nest in der Chihuahuan-Wüste: Nicht gerade das, was man als „beliebtes Touristenziel“ bezeichnen würde. Dennoch pilgern Kunstfreunde aus der ganzen Welt in die karge Einöde. Sie kommen, um die Chinati Foundation zu sehen. Die wurde von Donald Judd (1928-1994) gegründet und gilt als eine der wichtigsten Einrichtungen für zeitgenössische Kunst. Der New Yorker war Vertreter der Minimal Art, entdeckte Anfang der 1970er Jahre den inspirierenden Ort und zog 1973 komplett nach Marfa um. Auf einem 140 Hektar großen Gelände eines ehemaligen Militär-Forts schuf er in rund 30 alten Hangars und Artillerie-Hallen Räume für die Kunst, mit dem Anspruch, ausgewählte Dauerinstallationen mit der umgebenden Landschaft untrennbar zu verbinden. Dazu zählen Arbeiten u. a. von John Chamberlain, Dan Flavin, Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen, Ilya Kabakov, Richard Long, John Wesley, Roni Horn und David Rabinowitch. Im Laufe der Zeit wurde Chinati zu einem der ungewöhnlichsten und einflussreichsten Kunstorte der Welt. Der exquisit illustrierte Bildband über Donald Judds Vermächtnis ist die erste komplette Monografie über die Sammlung der Chinati Foundation.
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