Frank Lloyd Wright
Zeitloses Vermächtnis
Die Werke von Architekten hinterlassen Spuren, Fu.abdrücke in der Landschaft. Nachhaltig. Doch was er hinterließ, ist ein Vermächtnis: Frank Lloyd Wright (1867-1959) gilt als der größte amerikanische Architekt. Sein Werk läutete die Moderne ein und beeinflusst noch heute, ein halbes Jahrhundert nach seinem Tod, die Architekturszene. Was er alles ersann, zeichnete und schuf, passt nicht in ein Buch – es gibt allein 1100 Entwürfe von ihm. In Zusammenarbeit mit den Frank Lloyd Wright Archives fasste der Taschen Verlag daher die Wright-Monografie in drei Bände: 1885-1916, 1917-1942 und 1943-1959. Soeben erschien der zweite Band, der sich mit Wrights Schaffen in den Jahren von 1917 bis 1942 beschäftigt. Opulent, mit Holzdekoreinband und gespickt voll mit Entwürfen, Plänen und Fotografien. Er beginnt mit den Jahren, in denen Wright in Japan arbeitete, hauptsächlich am Imperial Hotel. Es folgten private Turbulenzen. Scheidungen, Finanznöte. Aber keine Pause seines Schaffens. Der Mann war kreativ, plante Theater, Apartmenthäuser, Hotels, Schulen, Privathäuser, u. a. für den japanischen Premierminister (1921). Berühmt wurden seine usonischen Häuser, die den neuen amerikanischen Lebenstil außerhalb der Städte einläuteten. Der chinesische Gelehrte Dr. Ku Hung Ming schrieb einst über Wright: „Er war weder altmodisch noch modern. In allem, was er dachte, war er zeitlos“.
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