Die Heinzelmännchen von Köln

Das Gedicht handelt von dem alten Menschheitstraum nicht mehr arbeiten zu müssen. Die Heinzelmännchen in Köln übernehmen nachts für die Bewohner der Stadt alle anfallenden Arbeiten. Putzen, Backen, Bauen, Nähen und Brauen. Bis das neugierige Schneiders Weib sie nachts im Treppenhaus erschreckt und verjagt. „O weh! Nun sind sie alle fort, Und keines ist mehr am Ort.“

Was viele nicht wissen: Der Breslauer Autor, der wohl niemals Köln besucht hat, übt in der Geschichte aus seiner preußischen Sicht herbe Kritik an den fröhlich in den Tag hinein lebenden Rheinländern. An die Geschichte der Heinzelmännchen erinnert zwischen dem Kölner Dom und dem Brauhaus Früh ein großer Brunnen aus dem Jahre 1899.

Neugebauer Verlag, Erscheinungsjahr 1836, August Kopisch