Greenwashing: Der Nachhaltigkeitsbericht von McDonalds

Knackig, fröhlich und leicht liest sich der kompakte CR-Report von McDonalds. Auf 22 reichbebilderten Seiten nennt der Nachhaltigkeitsbericht die Erfolge zur Qualitätssteigerung der verwendeten Rohwaren, zum Tierwohl und zur Umsetzung nachhaltigen Wirtschaftens. Doch wer sich von den großgedruckten Werbesprüchen nicht blenden lässt und auch die kleingedruckten Ausführungen studiert, dem bleibt der Big Mac schnell im Halse stecken.

Unter der Überschrift „Wir kümmern uns um mehr Tierwohl“ folgt die Aussage „Wir fördern nachhaltige Rinderhaltung in Deutschland und unterstützen damit die deutsche Landwirtschaft“. Dazu hat McDonalds das BEST Beef-Programm ins Leben gerufen und belohnt bessere Haltungsbedingungen und Tiergesundheit. Teilnehmende Landwirte erhalten einen höheren Schlachtpreis. So weit so gut. Dummerweise liegt die aus dem BEST Beef-Programm stammende Fleischmenge bei mageren 4%. Der Grund liegt in dem geringen Zuschlag von nur 9 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht. Bei Preisen von € 3,70 je Kilogramm ist die Umstellung nicht lohnend. Daher haben sich gerade einmal vier landwirtschaftliche Betriebe zur Teilnahme am Programm entschieden.

Auch das Thema Verpackungsmüll scheut McDonalds nicht: Freimütig wird hier eingeräumt, dass Müllberge ungeahnten Ausmaßes produziert werden, da ausschließlich Einmalbesteck und -geschirr Einsatz findet. So fallen jährlich 81.289 Tonnen Abfall an, darunter 13.772 Tonnen Plastik und 32.218 Tonnen Papier. Was hat der Konzern 2015 für die Verringerung des Mülls getan? Er hat neue Serviettenspender eingebaut, die nur eine Serviette abgeben. Zudem hat man die Größe der Servietten reduziert: „Auch damit sparen wir Papier“.

Ansonsten bleibt sich die Fast-Food-Kette aber selbst treu: Burger, Pommes und Co., serviert auf einem Teller, wird es auch künftig nicht geben.