„The rich potential of cork“ will Daniel Michalik ausleben. Dazu wagt der Designer mitunter Seltsames. Unter anderem soll sich Michalik mit dem Entwurf seiner Chaiselongue zu einem Surfausflug auf den Atlantik begeben haben. Beide überlebten – der Designer ebenso wie sein Werk. Michalik wollte zeigen, wie leicht, wie wasserabweisend, wie robust seine Liege „Cortiça“ ist. Zu viele Menschen nehmen Kork noch immer als sensiblen, ja brüchigen Werkstoff wahr. Dem man vor allem nicht seinen eigenen Körper anvertrauen will. Dass diese Kontaktscheu unbegründet ist, beweist Michaliks geschwungene Liege, auf der man die Vorzüge des Materials Kork mit dem ganzen Körper kennen und schätzen lernt. Ihren großen Auftritt hatte „Cortiça“ bei der New York Fashion Week – Michalik stattete nicht nur eine Show mit seinen Möbeln aus, sondern bespannte auch den Catwalk mit Kork. Michalik: „Als ich Kork für mich entdeckte, stellte ich fest, dass ich mit diesem Material Formen und Konstrukte schaffen konnte, die einerseits mit Holz absolut unmöglich gewesen wären, andererseits mit den gleichen Technologien und ähnlichen Techniken gefertigt werden konnten. (...) Kork ist ein Material mit Vorbild- Funktion. Es lehrt uns, Design und die Nutzung von Werkstoffen aus einer gesünderen Perspektive zu betrachten, und führt uns zu neuen Form-Typologien.“