Ibiscus

Design und Nachhaltigkeit

Interkulturelles Sitzen: Mit seinem Sessel „Ibiscus“ für Moroso verband der senegalesische Designer Dominique Pétot die grafischen Muster seiner Heimat mit den breiten Armlehnen europäischer Chester-Sessel.

Wohnen // Sofas & Sessel // Ibiscus

Die Idee, mit der Gestaltung von Möbeln einen kulturellen Austausch anzustoßen, diente als Leitbild der 2009 von Moroso vorgestellten Kollektion „M‘Afrique“. Deren Konzept sah anfangs so aus: Bekannte Designer wie der Niederländer Tord Boontje, Patricia Urquiola sowie das New Yorker Designbüro birsel + seck entwickelten mit Kunsthandwerkern in Senegal gemeinsam neue Gartenmöbel, die im Anschluss in einer eigens von Moroso gegründeten Werkstatt direkt vor Ort in Dakar produziert wurden. Mit den Arbeiten des senegalesischen Gestalters Dominique Pétot ging das Unternehmen 2010 den umgekehrten Weg und vertraute erstmals einem afrikanischen Designer die kreative Leitung des Projektes an. Dessen Sessel „Ibiscus“ verband ein leuchtendes Rautenmuster, das typisch ist für die Textilien der Region, mit voluminösen, zur Seite gewellten Rücken- und Armlehnen. Diese greifen mit ihrer Silhouette jene wuchtigen Polstermöbel auf, die einst von den französischen Kolonialherren ins Land gebracht wurden und bis heute einen festen Teil der Sitzkultur in Senegal bilden.

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