Was selbst die härtesten Kritiker Apple nie absprechen würden: Seit Jonathan Ive das Regiment im Design Department führt, wird edle Evolution betrieben, nie Revolution. Die Familien der iPhones, MacBooks, iMacs sind genetisch perfekt durchdekliniert. Der neue iPod nano widersetzt sich. Er ist der Revolutionär im Portfolio, ein winziger Würfel, halb so groß und schwer wie sein Vorgänger. Jonathan Ive verlegt den Apple-Moment in die Interface-Programmierung. Der neue nano wird über ein winziges Touchdisplay gesteuert, das beispielsweise mit dem bei Apple bekannten Zwei-Finger-Griff auch gedreht werden kann. Je nachdem, ob der Clip in der Waagrechten oder Senkrechten befestigt wird. Kleine magische Momente. Mit Kultpotenzial: Apple hat dem neuen iPod auch eine Uhr-App einprogrammiert – eine analoge Anzeige mit sanft fortschreitendem, mechanischem Sekundenzeiger. Sehr smart. Manche Fans haben schon erste Armbanduhren daraus gebastelt. Fast möchte man die bei Apple so beliebte Gerüchteküche anheizen und behaupten, dass Mr. Ive bereits eine eigene Serie an Uhren plant ... Stimmt leider nicht.