Eine zeitgemäße Version des englischen Clubsessels zu entwerfen – das war die Idee von Charles Eames zu Beginn des Projekts im Jahr Mitte der fünfziger Jahre. Heute ist der von Vitra produzierte „Lounge Chair“ von Charles und Ray Eames zu einem omnipräsenten Designklassiker avanciert. Hat man sich erst einmal in den Sessel hineingekuschelt, versteht man warum: Nicht nur ist er ausgesprochen formschön, sondern zudem auch bequem. Selbst die Füße lassen sich nobel ablegen, nämlich auf der dazugehörigen Ottomane. Der „Lounge Chair“ besticht durch die perfekte Konstruktion aus verschiedenen Einzelteilen: Vereinfacht gesagt, sind die drei Elemente Sitzfläche, Rückenlehne und Kopfstütze aus Bugholz gefertigt und bilden eine Art Schichtholz-Schale, auf der eine voluminöse dreiteilige Polsterung aus schwarzem oder weißem Leder aufliegt. Der Sessel lagert auf einem Fünfsternfuß, der drehbar ist. Hochwertige Materialien, eine organisch anmutende Form und die harmonischen Proportionen machen diesen Sessel überall einsetzbar, egal ob im Wohnbereich oder repräsentativ als Ruhesessel im Büro. Ursprünglich in dunklem Furnier und schwarzen Leder gefertigt, gibt es den Sessel nun auch in gebeiztem Nussbaumfurnier und mit weißer Lederpolsterauflage.Und übrigens: Auch der amerikanische Regisseur Billy Wilder besaß einen „Lounge Chair“. Geschenkt bekam er ihn von Charles Eames persönlich und zwar bereits 1956.