Ein Hersteller, egal welcher Branche, hebt die besonderen Zahlen nur für die besonderen Produkte auf. So ist es nicht hoch genug zu bewertet, dass Nikon einer Kamera das Kürzel „1“ zukommen lässt. Hier will der japanische Kamerahersteller offenbar Epochales leisten. Vor allem aber eine Marktnachfrage bedienen: Denn die Kunden laufen in Scharen in ein neues Segment – edle Kompaktkameras mit Wechselobjektiven, in direkter Konkurrenz zu den etablierten, großen, schweren Spiegelreflexgehäusen. Die Nikon 1 hat das Potential den neuen Markt anzuführen – das Design spricht die dezent auf Retro eingestellte Zielgruppe an, die inneren Werte von Sensor und Optik sind State-of-the-Art. Vor allem angenehm: Nikon spielt das dumme Spiel der immer höheren Pixelwerte nicht mit. Die Nikon 1 erreicht eine Auflösung von 10,1 Megapixeln – wer keine Fototapete erstellen will, lebt damit wunderbar, ohne Farbrauschen, ohne unfassbar große Datenmengen. Zwei Versionen bietet Nikon an – mit und ohne optischen Sucherkasten über dem Objektiv. Drei Linsen kommen zum Marktstart: ein Normal-Zoom, ein Tele-Zoom und besonders fein – eine Normalfestbrennweite mit hoher Lichtausbeute.