Nobody

Design und Nachhaltigkeit

Design

Das Kleid ist wichtig: Ohne seine Oberflächenstruktur aus Filz wäre der Sessel „Nobody“ ein charmeloses Multiplikationsprodukt.

Nachhaltigkeit

Filzen gehört zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit. Seriöse Textilkünstler und Designer kämpfen gegen das Topflappen-Image an. Filz schützt, wärmt, schmeichelt und ist zu 100 Prozent biologisch abbaubar.

Datenblatt

Wohnen // Sitzmöbel // Nobody
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Boris Berlin und Poul Christiansen nutzen hier Filz in einem ungewöhnlichen Kontext. Sozusagen als humanes Element im Entstehungsprozess. „Nobody“ ist ein Paradebeispiel für Monobloc-Design. Eine Form, die zudem keine Fehlerquellen zulässt. Ein „Nobody“ ist der Klon des anderen. Der nachhaltige Aspekt: Der stapelbare Stuhl entsteht aus recycelten PET-Flaschen, ist selbst recycelbar. Filz verleiht ihm Individualität, Anziehungskraft – jene Wärme, die ihn uns überhaupt als Sitzgelegenheit begreifen lässt. Pathetisch: Er bildet die Seele des Stuhls.

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Armer Stoff, reiche Gefühlslage

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Wer Filz sagt, beschwört eine lange Assoziationskette herauf. Kaum ein anderes Material ist von mehr Gefühlslagen belastet – und getragen. Der Stoff hat 10.000 Jahre auf dem Rücken und wandelt sich ständig in Formen, Farben, Wohlfühlwerten – ja wird sogar zum Hightech-Werkstoff.