Der Schmuck für die Unangepassten. Tamara Comolli liebt es bunt, doch stringent. Diamanten allein sind langweilig. Ihr Stil wird oft kopiert. Wovon man als Mädchen träumte – in echt. Wie beschreibt die Firmengründerin selbst den Stil ihrer Kollektion? „Casual Luxury“, sagt Tamara Comolli und trifft es genau. Die Dame ist selbst die perfekte Stellvertreterin ihrer Zielgruppe – wohlhabend, unangepasst, betont unernst. Die Klassiker der Goldschmiedezunft sind zu langweilig. Tamara Comolli spielt mit Schmuck, bei klaren Spielregeln. Denn das Geschäft ist ernst. Der Auftritt dagegen heiter. Die Financial Times fasste es am besten zusammen: „Die gebürtige Münchnerin kreiert Gute-Laune-Schmuck. Bauch-Schöpfungen, die an Spielzeug erinnern.“ Das muss man können. Die Goldfassungen sind übergeordnetes Element. Aus den Fassungen blenden meist keine „gemeinen“ Diamanten, sondern bunte Steine unterschiedlichster Herkunft. Eben nicht die teuersten Steine füllen die teuersten Fassungen. Im Kern tragen Comolli-Fans jenen Schmuck, den sie schon als kleine Mädchen getragen haben. Nur in echt. Was überrascht: So bunt die Kreationen auch sein mögen, sie haben Stil, sind unverwechselbar, eben auch bei aller Buntheit nicht beliebig. Vielleicht stammt die Buntheit aus der eigenen Biografie. Tamara Comolli ist in Spanien, Frankreich und Gibraltar aufgewachsen. Heute lebt und arbeitet sie am Tegernsee. Gelernt hat sie Managementberatung. Die erste Boutique eröffnete sie 2008 – in Southampton. Heute kann man Comolli-Schmuck im Wortsinn quer durch Deutschland begegnen – im Stammhaus am Tegernsee und im neuen Flagshipstore auf Sylt. Neuerdings gehören auch Vierbeiner zu den Comolli-Fans: Gemeinsam mit dem Hersteller Hunter hat Comolli eine Halsbänder-und-Leinen-Kollektion für Hunde aufgelegt, natürlich nicht mit Gold-Fassungen. Ebenso ungewöhnich für die Branche: Tamara Comolli bietet über Apples iTunes- Portal bereits eigene Apps für iPhone- und iPad-Besitzer an.