Farbe spielte nicht nur am Bauhaus eine entscheidende Rolle, sondern ebenso bei seinem niederländischen Pendant, der Gruppe „De Stijl“. Deren prominentester Vertreter, der aus Utrecht stammende Architekt Gerrit Rietveld, setzte nicht nur bei seinem berühmten „Rot-Blauen Stuhl“ (1917) auf den Einsatz von Primärfarben. Auch sein Sofa „Utrecht“ sorgt in kräftigem rot, gelb und blau für einen wirkungsvollen Auftritt. Wurde der Klassiker aus dem Jahr 1935 bislang lediglich in einer gekurvte Version von Cassina produziert, wird diese – nach ausdrücklicher Genehmigung von Rietveld‘s Erben – um einen passenden Zwei- und Dreisitzer mit gerader Rückenlehne ergänzt. Der Vorteil: Das Sofa lässt sich auf diese Weise nicht nur freistehend im Raum verwenden, sondern ebenso direkt an die Wand platzieren. Da sowohl die Armlehnen als auch die Kombination aus Sitzfläche und Rückenlehnen zwei Winkel bilden, die sich gespiegelt zueinander überlagern, kommt der grafische Rhythmus des Sofas umso besser zur Geltung.