Der Japanische Garten

Ruhig Werden

Der traditionelle japanische Garten steht für eine auf das Wesentliche konzentrierte, perfekt inszenierte Natur. Wie perfekt zeigt diese Auswahl der 28 schönsten Gärten Japans. Klassisch inszenierte Gartenkunst aus verschiedenen Stilepochen. Wie etwa Ginjaju-ji, ein Garten bei Kyoto entstanden im Jahr 1482, oder Higashi-Gyoen, der Obstgarten des Kaiserpalastes von Tokio, der erst zwischen 1960 und 1968 angelegt wurde. Immer wieder verblüfft die puristische Anmutung, oder die Technik: Etwa, wie Jahrhunderte alte Kiefern in Form getrimmt wurden, wie akkurat Kiesflächen geharkt werden, wie raffiniert die Teichgärten mit kunstvoll geschwungenen Brücken und einladenden Teehäusern angelegt wurde. Trockenlandschaftsgärten lassen mit ihrer eleganten, meditativen Zen-Ästhetik erstaunen, Wandelgärten überraschen mit endlosen Pfaden durch Moos bewachsene Hügellandschaften, entlang murmelnder Bäche und vorbei an ausgeklügelten Steinsetzungen unter üppig blühenden Kirschbäumen. Alle Gärten wurden von Alex Ramsay fotografiert, gebunden zu einer Reise in Bildern, gemäldegleich, meisterhaft wie die Motive. Inspirierend und beruhigend zugleich.

DVA Architektur, Erscheinungsjahr 2012, Helena Attlee