Genesis

Genesis

Mahnung oder Hoffnung

Sebastião Salgado hat eine Liebeserklärung an unseren Planeten in Schwarz-Weiß verfasst. Vulkanlandschaft der Galapagosinseln, Wale in der Antarktis, Flussläufe des Negro und Juruá am Amazonas, Schluchten des Gran Canyon, Gletscher Alaskas, Jaguare im brsilianischen Urwald. Sie wirken in ihrem Licht-und-Schatten-Spiel wie Gemälde alter Meister. Zeitzeugnisse bedrohter Völker in West-Papua und im Sudan, die Nenzen mit ihren Rentierherden am Polarkreis und die Bewohner der Mentawaiinseln westlich von Sumatra. Salgado hat in acht Jahren mehr als 30 Reisen unternommen, in kleinen Propellermaschinen, zu Fuß, mit dem Schiff, im Kanu und per Ballon.

Genesis wurde eine fotografische Hommage an unseren Planeten. Deutlich wird die tiefe Verbundenheit Salgados mit der Natur. Er will mit seinen Aufnahmen unser Bewusstsein dafür schärfen, wie kostbar die letzten unberührten Winkel unserer Welt sind und führt uns mahnend und zugleich hoffend die Schönheit vor Augen: „Rund 46% des Planeten sind noch immer in dem Zustand, in dem er sich bei seiner Entstehung befunden hat“.

Taschen Verlag, Erscheinungsjahr 2013, Sebastião Salgado