Der neue Gral

Vor mehr als zwanzig Jahren brachte der Hannoveraner Kopfhörer- und Mikrofonhersteller Sennheiser sein Modell „Orpheus“ auf den Markt. Eine Kombination aus Kopfhörer und eigenem, großem Röhrenverstärker. 300 limitierte Exemplare waren seinerzeit für je 30 000 Deutsche Mark zu haben. Alle staunten, manche lächelten, einige Wissende kauften.

Heute ist der „teuerste Kopfhörer der Welt“ noch immer eine Legende, kein Besitzer gibt seinen Liebling auf, die Preise sind mehr als stabil. Wer keinen abbekommen hat, kann weinen. Oder sich den jüngsten Verwandten kaufen. Sennheiser greift mit dem HD 800 S abermals zu maximaler Technik, diesmal ohne eigenen Verstärker, mit 1600 Euro in einer ganz anderen Preisliga, aber bewusst mit Kontakt zu den Superlativen des Orpheus. Mit 56 Millimetern im Durchschnitt sind die Membranen des HD 800 S die größten, die man derzeit bei einem dynamischen Kopfhörer findet. Der Aufwand macht Sinn: Je größer die bewegte Fläche, desto präziser der Klangeindruck in der Tiefe. Der HD 800 S kommt bis in einen für Kopfhörer nie geahnten Basskeller um 6 Hertz. Die Topdaten sind bei Sennheiser nie Show, immer Zweck – auf dem Weltmarkt verbindet kaum ein Kopfhörer so perfekt lustvolles Hören mit höchster Analyse.

DESIGN/ NACHHALTIGKEIT: Puristische Formensprache, die Kombination von schwarzem Microfaser-Gewebe und mattiertem Edelstahl bzw. Mattschwarz wirkt edel, alterslos. Sennheiser ist gelebte Nachhaltigkeit, ein Familienunternehmen seit 1945. Ein Kopfhörer wie dieser ist auch intern Heiligtum – technisch wie ästhetisch auf maximale Haltbarkeit ausgelegt.

www.sennheiser.de